Vorweggenommen: „Über die Wupper gehen“ hat wenig gemein mit „dem letzten Stündlein was schlagen soll“. Ende Juni hat ein gemischtes Trüpplein in Wasserfuhr im Bergischen für sieben Nächte Quartier bezogen.Die Prämisse war: Über die Wupper.

Warum sie zu Anfang Wipper heißt konnte auch im Café am Städtischen Marktplatz Wipperfürths nicht ausreichend geklärt werden. Die Trittsteine im Ort lassen eine Querung bei wesentlich höherem Wasserstand der noch Wipper bei leichtem Schuhwerk trocken bewältigen.Die wirklich nur drei Tropfen an einem Abend der sieben, war für das bekannte Regenloch „Bergisches Land“ wirklich zu wenig, um glaubhaft diesem Gebiet einen Herzogsnamen Bedeutung zu verleihen.

Apropos in der Bergischen Platte am letzten Abend ist die Dröppelminna das letzte historische Accessoire mit echtem oder Ersatzkaffeesorten gefüllt zu entleeren. Waffeln, Kirschen, Milchreis und deftige Regionalerzeugnissen bilden, wann auch immer begonnen wird, eine gänzliche Mahlzeit.

Vom Wasserquintett (www.wasserquintett.de) haben wir immerhin drei abgearbeitet, nicht mitgezählt den „Silbersee“, der im Quartiersdreieck liegt.Der achte von elf Wegen „Explosives im Königreich Buchholz“ hat es uns gleich zweimal angetan. Waren noch vor Zeiten im Tale die Pulvermillionäre sesshaft, ist heute auf den Höhen südlich der Wipper der nächste Verband mit großen Wassertransportleitungen der Agger des heutigen kostbaren Gutes vertreten.

Zurück ins Tal der Hönnige: Kupferberg hat mit langer Tradition selbiges Erz dann Über Jahrzehnte mit der Eisenbahn abtransportieren lassen.Die Gleise rückgebaut, kaum ein Wanderweg, aber die Kupferkabelverarbeitung der Firma Müller-Plastik vertreibt 18 000 Meter konfektionierte Verbindungen weltweit täglich.

Resultat: Die Arbeitsteilung zwischen Wipper und Wupper klappt bestens, die kurz-gestreckten Ziele über interessante Wege erreicht.

Reisebericht von Karl Alexander Petersen